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Wie Benchmarking bei der Unternehmenssteuerung hilft

Dienstag, 26.02.19

Den Gewinn maximieren und eine stabile Position im Markt zu haben, ist wohl das Hauptziel vieler Handelsunternehmen. Expansion gehört im optimalen Fall mit dazu. Wer sich aber nur an seinen eigenen Vorjahreszahlen orientiert und den Blick nicht auf den tatsächlichen Bedarf und die Bedürfnisse der Kundschaft lenkt, wird sich mit diesen Zielen wohl eher schwertun. Den Blick über den Tellerrand zu wagen, seine Sortimente zu durchleuchten und sein Unternehmen mit dem Markt zu vergleichen – auch was Labels, Preislagen, Größen, Saisons angehen und dabei auch zwischen verschiedenen Vertriebsformen (online vs. offline/stationär) zu differenzieren – wird strategisch sicherlich qualifiziertere Aussagen hervorrufen, als nur im eigenen Saft an Kennzahlen zu schmoren. Von Anderen oder den Besten zu lernen um sich zu verbessern ist eines der Grundprinzipien des Benchmarkings. Die gewonnenen Rückschlüsse für Sortiments- oder Preisoptimierungen können in den kommenden Orderrunden berücksichtigt werden. Ebenso kann ein Benchmarking auch belegen, dass sich die vergangenen strategischen Entscheidungen, z.B. in puncto Alleinstellungsmerkmale, gelohnt haben.

Lesen Sie in diesem Artikel was Benchmarking ist, welche Bedeutung Benchmarking für Unternehmen hat und welche Antworten es liefern kann. Außerdem erfahren Sie welche drei Punkte bei der Wahl eines Benchmarking-Anbieters von besonderer Bedeutung sind.

Was ist Benchmarking eigentlich?

Beim Thema Benchmarking geht es um die Anonymisierung und Aggregation von Daten mehrerer Unternehmen. Im Handel sind dies zum Beispiel Umsätze und Bestände auf Warengruppenebene. Diese neutralen und aktuellen Marktinformationen dienen zum Vergleich der eigenen Performance. Es geht darum festzustellen in welchen Bereichen Unterschiede bestehen, warum diese bestehen und um zu analysieren welche Möglichkeiten zum Abbau des Leistungsdefizits bei bestimmten Kennzahlen bestehen.

Welche Bedeutung hat Benchmarking für Unternehmen?

Durch Anschluss an Benchmarking-Anbieter erhält der Händler auf Basis dieser Daten kontinuierlich Berichte über Entwicklungen am Markt. Trends können somit frühzeitig erkannt werden. Zudem werden den aktuellen Marktzahlen die Ergebnisse der eigenen Performance gegenübergestellt. Dies ermöglicht es den Handelsunternehmen in puncto Sortiments- und Preispolitik entsprechend agieren und an Stellschrauben drehen zu können. Benchmarking-Berichte sind ebenso hilfreich, um eine Einordnung der eigenen Entscheidungen im Vergleich mit dem Markt zu setzen.

Welche Antworten können Benchmarking-Berichte liefern?

Die Ergebnisse solcher Benchmarking-Berichte können verschiedenste Fragen beantworten, so zum Beispiel über die Wichtigkeit der einzelnen Waren- und Produktgruppen oder Marken und deren Entwicklung. Gibt es Merkmale, die sich zu echten Markttrends entwickeln? Welche Artikel werden am häufigsten gekauft und zu welchem Preis?

Worauf kommt es bei der Wahl eines Anbieters an?

In einem ersten Schritt ist es sinnvoll darauf zu achten, welche Daten bei dem jeweiligen Benchmarking-Anbieter zugrunde liegen. Eventuell werden nur Daten von Händlern herangezogen, die bei dem entsprechenden Anbieter angeschlossen sind. Hier sollten ausreichend vergleichbare Unternehmen vorhanden sein hinsichtlich relevanter Aspekte wie Regionalität, Umsatzgröße oder auch Sortimentsstruktur. So ist gewährleistet, dass die Vergleichsgruppe passend und hinreichend groß für verlässliche Aussagen und künftige Unternehmensentscheidungen ist.

Weiterhin ist es wichtig zu wissen, dass nicht alle Anbieter ausschließlich fertige Berichte an die angebundenen Handelsunternehmen senden. Einige Dienstleister erlauben ebenso den Zugriff auf Business Intelligence-Dashboards oder sogar Apps. So kann jeder Händler, je nach aktueller Fragestellung, mit den Daten arbeiten und spezifische Analysen durchführen und eigene Berichte zusammenstellen.

Solche bedienbaren Systeme können Einblicke u.a. von der Unternehmensebene bis hin zu Warenuntergruppen liefern. Ebenso erlaubt solch ein Dashboard tiefergehende Analysen hinsichtlich Lieferanten, Marken und ggf. Stilwelten, ganz wie der Händler es braucht. Die relevante Vergleichsgruppe ist häufig ebenso justierbar z.B. hinsichtlich Region oder Umsatzgröße. Die Anzeige der Daten sollte dabei saisonal und im Entwicklungsverlauf möglich sein. Besonderes Wissen kann man gewinnen, wenn man bei der Sortimentsbetrachtung neben Lieferant, Marke und Saison ebenso Einsicht bis zu Preisgruppen, Farben- und Größenebenen hat.

Michael Ries, Geschäftsleiter bei unserem Kunden, dem Modehaus Wagener in Baden-Baden: „Gerade der Einkauf profitiert von diesen tiefen Einblicken. So lassen sich Potentialanalysen betreiben nach interessanten Lieferanten und Marken.“ Der aggregierte und anonymisierte Datenpool ermöglicht es herauszufinden, ob bestimmte Lieferanten oder Marken bzw. Labels woanders gefragt sind. Dies lässt Überlegungen und Prüfungen zu, ob bestimmte Marken interessant sein könnten und ob es Sinn macht diese auch anzubieten. Ebenso ist es möglich nachzuvollziehen, ob und warum eine Marke im Benchmarking-Vergleich viel schlechter läuft.

Ein dritter Punkt, der bei der Auswahl eines Benchmarking-Dienstleisters in Betracht gezogen werden kann, ist die professionelle Unterstützung durch Berater. Bei einigen Anbietern können, neben der Bereitstellung von Auswertungen und BI-Dashboards, auch zusätzlich beratende Leistungen gebucht werden. Sollte Ihr Unternehmen einen Bedarf an externer Unterstützung haben, ist darauf zu achten, dass diese Zusatzleistungen angeboten werden.

Wie bekommt ein Anbieter die Daten?

Je nach Anbieter und Datenanforderung werden die Daten täglich, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise über Schnittstellen an den jeweiligen Benchmarking-Anbieter transferiert, der Berichte versendet oder zusätzlich eine Business Intelligence-Plattform vorhält.

Als Softwareanbieter eines Warenwirtschaftssystems für Kaufhäuser und den Modehandel sind wir stets bestrebt unseren Kunden auch über unsere Lösungen hinaus Mehrwerte zu bieten, die Sie bei der erfolgreichen Unternehmensführung unterstützen. Wir haben bereits seit Jahren bestehende Schnittstellen zu Benchmarking-Anbietern und regelmäßig kommen weitere neue Anbieter hinzu. Dieses Angebot erlaubt unseren Kunden die Optimierung von Sortimenten und Preisen in ihren Häusern.

Welche Daten werden bei einem Export transferiert?

Abhängig vom Benchmarking-Partner werden verschiedene Datenbereiche versendet. Im Allgemeinen lassen sich diese unterteilen in Stamm- und Bewegungsdaten. Einige Beispiele haben wir für Sie aufgelistet:

Stammdaten

  • Abteilung, Warengruppen, Einkaufsbereiche
  • Lieferant, Label, Saison
  • Artikelstammdaten, Produktinformationen
  • Filiale (Informationen über die berichtende Filiale)

Bewegungsdaten

  • Umsätze
  • Wareneingänge, Retouren, Filialtransfers
  • Bestände, Bestandsanpassungen
  • Offene Order und Rückstände

 

Kennen Sie schon Ihre Möglichkeiten?

Wir tauschen uns gerne mit Ihnen aus. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, welche Möglichkeiten das Benchmarking für Ihr Unternehmen bietet, nehmen Sie gerne über den unten stehenden Button Kontakt zu uns auf.

 

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War das schon alles?

Um es auf den Punkt zu bringen: Nein, das war noch nicht alles. Das Thema Benchmarking lässt sich fernab von der beschriebenen, reinen Kennzahlen-Betrachtung auch auf die Prozessebene ausweiten. Dabei geht es um die Analyse von Organisations- und Prozessstrukturen. Auch hier kann man von erfolgreichen Mitbewerbern lernen…